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Nonnen unterschlagen Geld für Casino!

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Eigentlich ist an Glücksspiel überhaupt nichts Verwerfliches zu entdecken. Man braucht etwas Glück und gegebenenfalls können große Geldsummen gewonnen werden, die reichlich Zukunftsglück versprechen und Menschen viele Sorgen nehmen können. Doch ab und an geraten Spieler auch auf Abwege, wenn sie an Glücksspiel teilnehmen. Dass es aber gerade zwei Nonnen so ergeht, dürfte wundern. In den USA haben zwei an einer katholischen Schule tätigen Nonnen über Jahre Geld unterschlagen, um ihr eigenes weltliches Glück in US-amerikanischen Casinos zu finden.

Aufreizende junge Nonne im Portrait.
Solche Bilder von Nonnen sind unüblich. Doch auch Geistliche interessieren sich für Glücksspiel.

Katholische Schule wegen Glücksspiels betrogen

Bekanntlich sind gerade in den USA oftmals Geschichten zu finden, die man so wohl nirgends anders hören würde. Ob dies nur Einbildung oder Fakt ist, sei dahingestellt, unbestreitbar ist aber dieser Fall: Erst kürzlich kam heraus, dass zwei an einer US-amerikanischen katholischen Schule tätigen Nonnen über Jahrzehnte Gelder der Schule unterschlagen haben. Insgesamt soll es sich um über 500.000 US-Dollar handeln.

Noch erstaunlicher wurde es allerdings, als klar wurde, weswegen die Nonnen die Gelder an der Buchhaltung vorbeigeschleust hatten. Denn sie wollten mit den veruntreuten Geldern weder anderen Menschen helfen, noch hatten sie andere integre Gründe. Stattdessen gaben die mittlerweile reumütigen Nonnen bekannt, mit den Geldern durch US-amerikanische Casinos, vor allen in Las Vegas, getourt zu sein, um an Kartenspielen, Roulette, Würfelspielen und Co. teilzunehmen.

Was sagt die Bibel zum Thema Glücksspiel?

Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis.
(1. Timotheus 6, Vers 9)

Nonnen waren Schulleiterin und Lehrerin

Das unfassbare Vergehen der beiden Nonnen war bekannt geworden, nachdem es zu einer routinemäßigen Buchprüfung der katholischen Schule in Kalifornien kam. Hier stellte sich heraus, dass wohl über knapp 20 Jahre regelmäßig Gelder aus der Schulkasse entnommen wurden – ohne dass es Nachweise gegeben habe, für welche schulischen Zwecke diese Gelder eingesetzt worden seien.

Als sich dann herausstellte, dass zwei Nonnen für die Veruntreuung an der Schule im Raum Los Angeles verantwortlich waren, seien Schüler, Eltern und auch Schulkräfte gleichermaßen geschockt gewesen, wie aus einem Bericht des Senders CNN hervorgeht.

Namentlich waren die ehemalige Schulleiterin Mary K., die 29 Jahre an der St. James School tätig war, sowie ihre Kollegin Lana C., die 20 Jahre in der Schule arbeitete, für die Tat verantwortlich. Beide Nonnen waren es kürzlich in den Ruhestand getreten und hatten erst nach Anklage zugegeben, die Tat begangen zu haben.

Keine rechtlichen Schritte geplant

Wie es für die beiden Nonnen nun weitergeht, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Ein Vertreter der Erzdiözese Los Angeles zumindest gab öffentlich an, dass keine Anzeige erstattet werden soll und man die Nonnen juristisch nicht zur Rechenschaft ziehen wolle. Allerdings wolle die Kirche interne Schritte einleiten. Worum es sich dabei konkret handeln könnte, ist nicht klar.

Angesichts des durchaus planmäßigen Vorgehens wäre eine juristische Nachverfolgung aber keinesfalls ausgeschlossen gewesen. Die Nonnen hatten nach Beschuldigung erklärt, wie sie es über Jahre vollbrachten, Gelder an der Schule vorbei zu schleusen:

  • Zum einen seien private Rechnungen mit Schulgeldern bezahlt worden. Da die Schulleiterin für die Schulbuchhaltung verantwortlich war, fiel diese Praxis über Jahre hinweg niemandem auf.
  • Zum anderen sollen Schulrechnungen, die mit Scheck bezahlt worden waren, nicht auf Schulkonten eingezahlt worden seien. Stattdessen hätten die Nonnen die Schecks auf ihre privaten Konten umgeleitet.

Im Orden „Sisters of St. Joseph of Carondelet“, dem beide Nonnen angehören, zeigten sich viele Mitglieder äußerst betroffen. Allerdings wies man auch auf die Reue der Nonnen hin. Zudem gab man bekannt, alle veruntreuten Gelder aus der Ordenskasse zurückbezahlen zu wollen. Angesichts der vergangener Ereignisse ist dieses Vorgehen aber keine Selbstverständlichkeit.

Denn tatsächlich war es nicht der erste Fall, in dem Geistliche Gelder veruntreuten, um dieses stattdessen in Casinos zu verzocken. Bereits 2013 hatte eine Nonne im Bundesstaat New York Gelder veruntreut, um damit an Glücksspiel teilzunehmen. Hier reagierten Verantwortliche aber weniger einsichtig. Stattdessen wurde die Nonne in diesem Fall auch juristisch angeklagt. Sie musste eine 90-tägige Haftstrafe antreten und das Geld, insgesamt soll es sich um 130.000 US-Dollar gehandelt haben, aus eigener Tasche zurückbezahlen.

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Indianer-Casinos in den USA: eine steuerbefreite Milliardenbranche

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Denkt man an US-amerikanisches Glücksspiel, dann folgt zwangsläufig ein Bild aus bunten Bildern und glänzenden Lichtern aus der US-amerikanischen Wüste. Viele wissen allerdings nicht, dass die weltweit wohl bekannteste Glücksspielmetropole in Las Vegas, Nevada nicht die größten und prachtvollsten Casinos jenseits des Atlantiks beherbergt. Denn tatsächlich sind die sogenannten Indianer-Casinos noch pompöser aufgebaut – und sie erwirtschaften jährlich wesentlich mehr Gelder als alle Las-Vegas-Casinos zusammen.

Ein Schild mit der Aufschrift Las Vegas.
So kennt man Casinos aus Las Vegas, dabei sind viele Indianer-Casinos noch prachtvoller.

Eine unbeachtete Milliarden-Branche

Es ist schon etwas erstaunlich, was jüngst in den doch etwas konservativen USA beschlossen wurde: Seit Mitte des Jahres können US-amerikanische Bundesstaaten selbst entscheiden, ob sie Glücksspiel auf ihrem Grund und Boden zulassen wollen oder nicht. Glücksspiel wurde vom Supreme Court legalisiert und Las Vegas dürfte somit seinen Ruf als die einzige US-amerikanische Glücksspielmetropole schon bald verlieren.

Gefallen dürfte die neue bundesweite Konkurrenz den verantwortlichen Casino-Betreibern sicherlich nicht, gerade wenn bedacht wird, dass diese auch zuvor schon gegen eine Casino-Übermacht zu kämpfen hatte, die außerhalb der USA aber nur wenigen Menschen bekannt ist. Die Rede ist von US-amerikanischen Indianer-Casinos, die von amerikanischen Ureinwohnern betrieben werden.

Wie groß diese Indianer-Casinos tatsächlich sind, zeigt ein Blick auf aktuelle Zahlen: Im Jahr 2017 haben Indianer-Casinos zusammen 34,2 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet. Im Vergleich zum Jahr davor stieg der Umsatz nochmals um knapp vier Prozent. Und zum Vergleich: Werden die Umsätze aller Las-Vegas-Casinos zusammengerechnet, kamen diese in derselben Zeit gerade einmal auf 11,1 Mrd. US-Dollar, also nicht einmal ein Drittel.

Kurioserweise würde es nicht einmal genügen, rechnete man auch die Umsätze aus Hotel und Gastronomie in Las Vegas hinzu. Selbst in diesem Fall blieben die Umsatzzahlen weit unterhalb der Indianer-Casinos. Aber wie ist dies zu erklären?

Inmitten eines Indianer-Reservoirs steht eines der größten US-amerikanischen Casinos, das aber nur wenigen Menschen bekannt ist.

Eigenes Recht und keine Steuerpflicht

Die heutigen USA und die amerikanischen Ureinwohner verbindet eine lange, teils sehr grausame Geschichte. Denn das ursprüngliche Land der Ureinwohner wurden ihnen von den Kolonisten nach der Entdeckung Amerikas Stück für Stück weggenommen. Bis heute gibt es in den USA Rechtsstreitigkeiten, die zum einen Länder betreffen, zum anderen die rechtliche Situation der gemeinhin als „Indianer“ bezeichneten amerikanischen Ureinwohner.

Dabei sind die Indianer in den USA bei Weitem keine Minderheit. Insgesamt können circa 235 Indianerstämme auf US-amerikanischem Boden gezählt werden, die sich wiederum auf 28 Bundesstaaten verteilen, wo sie ihr eigenes Land verwalten, keine Steuern zahlen müssen und sogar über 400 Spielbanken betreiben.

Gut zu wissen:

Flächenmäßig betrachtet besiedeln Indianer in den USA eine Gesamtfläche von über 225.000 km². Dies umfasst circa zwei Drittel des gesamten deutschen Staatsgebiets. Obwohl die Indianerreservate sich unabhängig verwalten und sogar ihre eigene Rechtsprechung haben, sind einzelne Mitglieder der Gemeinschaft per Gesetz US-amerikanische Staatsbürger.

Glücksspiel ist für US-amerikanische Ureinwohner folglich eine der wichtigsten Einnahmequellen, die Jahr für Jahr Milliarden in die Kassen spült. Eines der wohl faszinierendsten Indianer-Casinos ist das Seneca Niagara Resort & Casino, das nahe der Niagara-Fälle gelegen ist. 26 Stockwerke und eine gläserne Außenfassade machen dieses Gebäude auch rein optisch zu einem echten Hingucker.

Einnahmen werden immer reinvestiert

Böse Zungen in den USA werfen vielen Indianerstämmen allerdings vor, ihre Privilegien, gerade in Bezug auf ihre Steuerfreiheit, auszunutzen, um sich zu bereichern. Dies ist rein sachlich betrachtet aber nicht korrekt. Denn für gewöhnlich werden alle Einnahmen, die über Indianer-Casinos generiert werden, in die Infrastruktur oder soziale Projekte reinvestiert. Teils werden die Gelder auch verwendet, um sozial schwächer gestellte Familien direkt finanziell zu unterstützen.

Zudem dürfte es mit einem Alleinstellungsmerkmal auch bald vorbei sein. Denn nach dem Beschluss des US-amerikanischen Supreme Court, Glücksspiel in den USA zu legalisieren, könnte es für viele Indianer-Casinos in den meisten US-amerikanischen Bundesstaaten bald große Konkurrenz geben. Zudem schränkt der Indian Gaming Regulatory Act seit 1988 auch die Steuerfreiheit amerikanischer Ureinwohner ein.

Demzufolge bleiben Indianer-Casinos zwar steuerbefreit, Einzelpersonen müssen auf Einnahmen durch Glücksspiel aber durchaus Steuern zahlen. Uneingeschränkte Privilegien besitzen die amerikanischen Indianer also keinesfalls mehr. Ob sich auch die Legalisierung des Glücksspiels in den USA nachhaltig negativ auf die Umsatzzahlen von Indianer-Casinos auswirken wird, bleibt abzuwarten, dürfte aber kaum zu verhindern sein.

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Glücksspielbranche in Malta schafft 6.800 Arbeitsplätze

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Die maltesische Glücksspielbehörde hat letzte Woche ihren ersten Zwischenbericht über die Performance der Online und Offline Glücksspielbranche im ersten Halbjahr 2018 veröffentlicht. Dem Bericht zu Folge machte der Glücksspielsektor im Sommer 2018 in Malta mehr als 6.800 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze aus. Besonders umsatzstark war der Online Casino Sektor.

Portrait.
Die MGA ist für die Lizensierung aller im Land registrierten Online Anbieter verantwortlich.

Valletta, Malta – Die maltesische Glücksspielbehörde MGA hat vergangene Woche ihren ersten Zwischenbericht für die Online und Offline Glücksspielbranche für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. Darin zieht die Behörde nicht nur Schlüsse über die eigene Performance wie die Anzahl der vergebenen Lizenzen, sondern führt auch Kennzahlen zur Beschäftigung und Wertschöpfung im Glücksspielsektor auf. Dem Zwischenbericht der MGA zufolge nahm die Republik Malta mit direkten Steuern auf Online Glücksspiel im ersten Halbjahr 13,6 Millionen Euro ein.

Millionenschwere Industrie

Der Inselstaat in Mittelmeer ist aufgrund seiner umfangreichen Ausgestaltung des Rechtsraumes zum Lokalen- und zum Fernglücksspiel zu einem attraktiven Standort in der Branche geworden. Dies wirkt sich auch natürlich auf die maltesische Wirtschaft aus, die mittlerweile maßgeblich durch den Glücksspielsektor geprägt wird. Nicht nur traditionelle lokale Casinos erfreuen sich dank gestiegenem Tourismus und nationalem Einkommen an höheren Besucherzahlen. Auch die im Land ansässige Online Glücksspielbranche wächst prächtig und beschert dem maltesischen Staat immer höhere Steuereinnahmen.

Portrait.
Die maltesische Wirtschaft ist stark auf die iGaming Branche ausgerichtet.

Laut den im Bericht veröffentlichten Kennzahlen macht die Glücksspielbranche rund 12% der Bruttowertschöpfung im Land aus. Der Sektor ist außerdem im ersten Halbjahr von 2018 mit einem Wachstum von 12,1% schneller als die Gesamtwirtschaft gewachsen. Das ganze Ausmaß der Branche zeigt sich auch an den 6.850 Vollzeitäquivalenten Stellen, die der Glücksspielsektor im Land geschaffen hat.

Boomende Online Branche

Einen großen Zuwachs kann zweifelsohne die Fernglücksspielbranche verbuchen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der vergebenen Lizenzen für den Online Spielbetrieb um 18,5% gestiegen. Zur Mitte des Jahres führte die MGA 291 Unternehmen mit mindestens einer Fernglücksspiellizenz.

Lizenzen werden in verschiedenen Kategorien zu geführt. Die am häufigsten vergebene Erlaubnis ist die Typ 1 Lizenz, die Anbieter zum Ausrichten von klassischer Casinospiele mit repetitivem Ablauf wie beispielsweise Roulette oder Automatenspiele und Online Lotterien bemächtigt. Erwartungsgemäß fand hier im ersten Halbjahr von 2018 im Vergleich zum Vorjahr das größte Wachstum statt. Unter Typ 2 sind Lizenzen für Wettspiele und Sportwetten zusammengefasst. Hier findet sich mit 18,3% der zweitgrößte Anteil. Die am wenigsten vergebenen Lizenzen waren für Dienste wie Pokernetzwerke, bei denen mehrere Spielerinnen und Spieler gegeneinander antreten und Aufbaulizenzen um Spiele und Dienstleistungen anderer Anbieter bereitzustellen. Durch die Vereinfachung der Glücksspielgesetze im Sommer 2018 werden auch in Zukunft mehr Anträge und Lizenzvergaben erwartet.

Besonders beliebt ist das sogenannte Fernglücksspiel bei Männern zwischen 25 und 34 Jahren. Eine im Bericht angeführte Statistik geht davon aus, dass nur 21,5% der Spieler im Online Sektor weiblich sind. Insgesamt bescherte der Online Glücksspielsektor der Republik Malta im ersten Halbjahr von 2018 direkte Steuereinnahmen von 13,6 Millionen Euro. Etwa die Hälfte dieses Betrages wurde mit der Besteuerung von Sportwetten eingenommen. Online Casinos machen etwa ein Viertel der mit Online Glücksspiel eingenommenen Steuern aus. Vergleichsweise unbedeutend ist dagegen der Anteil der Steuereinamen durch Pokernetzwerke.

Was braucht man für eine maltesische Glücksspiellizenz?

Vor der Vergabe einer Erlaubnis prüft die Glücksspiele MGA den Geschäftsplan des Antragstellers. Anschließend wird beurteilt, ob der Anbieter alle Rechtsvorschriften einhalten kann. Zum abschluss wird ein Systemtest vorgenommen, bei dem die Software des Antragsstellers auf ihre technische Funktionalität überprüft wird.

Auch Besucherzahlen örtlicher Casinos nehmen zu

In Malta werden derzeit vier lizensierte örtliche Casinos Betrieben. Dazu gehört das Dragonara, Portomaso, Oracle Casino und das Casino Malta. Imme mehr Besucherinnen und Besucher kommen als Touristen aus dem Ausland. Der Bericht lässt außerdem weitere Rückschlüsse auf das Spielerprofil zu. Laut den erfassten Besucherzahlen stieg besonders bei den 35- bis 54-jährigen die Lust zu Spielen an. Zwar gingen die Besucherzahlen bei den über 65-Jährigen um 19% zurück, dennoch macht diese Altersklasse mit Besucheranteilen von knapp 30% die größte demographische Gruppe aus. Mit einer Geschlechterbalance von 38,5% zu 61,5% ist zumindest das Land-basierte Spielen nach wie vor bei Männern deutlich beliebter als bei Frauen. Deutlich höher ist dagegen die Anzahl der Spielhallen, die mit den deutschen Automatencasinos vergleichbar sind. Laut den für den Bericht erhobenen Zahlen, ziehen diese Etablisments vorwiegend lokale Spieler mittleren Alters und männlichen Geschlechts an.

Neue Gesetze für den gesamten Glücksspielmarkt

Das erste Halbjahr von 2018 war für die in Malta ansässige Spieleindustrie besonders durch die Überarbeitung der geltenden Glücksspielgesetze durch das maltesische Parlament und Staatssekretariat für Finanzen geprägt. Die Gesetzesänderung fasst ältere Vorschriften zusammen und ersetzt diese, um ein einheitliches, koheräntes Glücksspielgesetz zu schaffen und Mehrfachkontrollen abzuschaffen. Durch die Neuauflage wurde auch die Position der Glücksspielbehörde gestärkt. Diese hat nun zum Beispiel mehr Kapazitäten zur Überwachung der Einhaltung der Geldwäsche- und Datenschutzvorschriften. Dafür ist die Behörde auf 166 Mitarbeiter angewachsen.

Wofür ist die MGA verantwortlich?

Die maltesische Glücksspielbehörde wurde geschaffen, um die Spiel-Fairness sicherzustellen, minderjährige und suchtgefährdete Personen zu schützen und um gegen Betrug und Geldwäsche vorzugehen. Zu ihren Aufgaben gehört die Schaffung von Spielvorschriften und Richtlinien, die Vergabe und Verwaltung von Lizenzen und die Überwachung von Spielaktivitäten. Außerdem bearbeitet die Agentur Beschwerden von Spielerinnen und Spielern und berät die maltesische Regierung mit ihrer Expertise bei der Erarbeitung neuer Gesetze für den Glücksspielsektor.

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Umsatzsteigerung mithilfe des digitalen Fortschritts!

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Die globale Glücksspielindustrie soll bis 2023 einen Umsatz von 525 Mrd. US-Dollar erwirtschaften. Das größte Wachstum weist dabei der Online-Markt auf. Mit dem Start der Online-Casinos war der Zugang nur über eine herunterladbare Spieloberfläche möglich, die auf einem PC installiert werden musste. Danach begannen die Betreiber, Casino-Games mithilfe des Flashplayers direkt über eine Webseite anzubieten. Um dann im 21. Jahrhundert anzukommen, kamen Online-Casinos nicht umhin, auch mobile Endgeräte zu unterstützen.

Frau hält Smartphone in ihrer Hand und sitzt mit Laptop an Schreibtisch.

Die stationären Spielbanken werden laut einer aktuellen Studie von Market Insights bis zum Jahr 2023 auf dem globalen Markt ein durchschnittliches jährliches Wachstum von vier Prozent erzielen. Das jährliche Wachstum im Online-Gambling-Bereich wird jedoch voraussichtlich 10,5 Prozent betragen. Die zunehmende Macht der Online-Casinos macht sich dann auch stärker beim Marktanteil bemerkbar. Die landgestützten Casinos werden beim Marktanteil drei Prozent verlieren und bis 2023 nur noch 42 Prozent erreichen.

Beliebtheit der Live-Casinos steigt

Das hohe Wachstum der Online-Casinos ist auch mit der steigenden Beliebtheit der Live-Casinos zu erklären. Die Integration von Live-Dealern ermöglicht es den Betreibern von Casinos im Internet, dem Spielgefühl in einem realen Casino näherzukommen. Davon lassen sich auch viele Nutzer überzeugen. Sie können somit den Komfort des Online-Gamblings mit der Atmosphäre eines Casinos vereinen.

Zusätzlich hat sich auch mit dem Heranwachsen der Millennials ein weiterer Markt für Sportwetten aufgetan. Die höhere Popularität von E-Sports bringt nämlich eine zusätzliche Bandbreite in die Klientel. Auf E-Sports-Begegnungen können Zuschauer ebenfalls wetten – auch in mobilen Apps. Der Gang in ein Wettbüro kommt für diese Zielgruppe eigentlich nicht in Frage. Die Begegnungen werden meist via Live-Stream übertragen, sodass ein Online-Zugriff auf die Wettmöglichkeiten offenkundig prädestiniert dafür ist.

Ebenso trägt der Siegeszug der mobilen Endgeräte zum Erfolg der Online-Casinos bei. Die stetige Verfügbarkeit – auch unterwegs – der Spiele über mobile Apps ermöglicht einen einfachen Zugriff zu jeder Zeit und an jedem Ort. In allen Ländern der Welt sorgt dies dafür, dass mehr Spieler den Weg in die Online-Casinos finden und sich den Gang in eine stationäre Spielbank ersparen.

Vorteile und Nachteile der mobilen Casinos

Auf einem mobilen Endgerät wird die Oberfläche nicht eins zu eins von der Desktop-Variante übernommen. Es gibt einige Unterschiede, die zu erkennen sind. Obwohl die Smartphones mittlerweile sehr leistungsstark sind, ist der Bildschirm offenkundig deutlich kleiner. Viele Nutzer, die bei einem Großbildschirm gänzlich in die Casino-Atmosphäre abtauchen können, haben dann mitunter geringeren Spielspaß. Bei Tablets ist dieses Problem weniger stark ausgeprägt.

Weiterhin sind sie aufgrund der Akkulaufzeit eingeschränkt. Die Darstellung der Grafik und Animationen bei den Casino-Games erfordert eine hohe Rechenleistung, was den Akku stärker fordert. Aber dank Powerbanks und öffentlichen Steckdosen ist auch dieses Problem eher zweitrangig.

Dafür ist man mit der Freiheit ausgestattet, überall und jederzeit zu spielen, wenn man über eine Internetverbindung verfügt. Vor allem dieser Punkt trägt zu dem großen Wachstum des Online-Gamblings bei, weil die Runde zwischendurch Spaß bringt und (Warte-)Zeit vertreibt. Getreu dem Motto: „Kleinvieh macht auch Mist“ generieren die Online-Casinos damit einen großen Teil der Umsätze.

Um das mobile Gaming noch attraktiver zu gestalten, bieten viele Online-Casinos auch Spezialboni für diejenigen Spieler an, die die App auf einem mobilen Endgerät verwenden. Hier gibt es dann neben dem Willkommensbonus, der auch für die Desktop-Variante zählt, zusätzlich Freispiele oder einen No-Deposit-Bonus.

App Store Gambling-Apps

Darüber hinaus hat sich innerhalb des letzten Jahrzehnts die Technik so gut weiterentwickelt, dass die Steuerung via Touchscreen sehr einfach und intuitiv abläuft. In vielen Fällen ist die Software für mobile Apps so aufgebaut, dass sie sogar simpler zu bedienen ist als die Anwendungen am PC. Darüber hinaus ist das Spielen am Smartphone zu empfehlen, wenn mehrere Personen Zugang zum Rechner haben. Vor allem Kinder sollten nicht in der Lage sein, am Rechner mit dem Online-Casino-Zugang der Eltern an den Spielen teilzunehmen. Mit einem Smartphone hat man die Kontrolle selbst in der Hand.

Auch die Performance-Sprünge ermöglichen es, bei den Casino-Apps mit den grafischen Reizen nicht zu geizen. Die mobilen Endgeräte sind ebenfalls dazu in der Lage, die beliebten Streams der Live-Dealer zu übertragen. Allerdings haben nicht alle Anbieter die gesamten Spiele der Desktop-Variante im Repertoire. Hier muss man im Zweifelsfall auf einige Games verzichten. Ansonsten ist die Entscheidung, ob mobile oder Desktop-Version eine Geschmacksfrage. Die Prognose für die Nutzerzahlen der mobilen Casino-Apps fällt aber sehr positiv aus.

Die Vorteile für Online-Casinos, eine eigene App auf den Markt zu bringen, sind somit zahlreich. Trotzdem gibt es auch Hürden, denn natürlich müssen Apps auch heruntergeladen werden – und da führt meist kein Weg an den großen App-Download-Portalen von Apple und Samsung vorbei. Apple war im Sommer dieses Jahres rigoros gegen Gambling-Apps vorgegangen und entfernte zahlreiche Glücksspiel-Apps aus dem eigenen App Store, obgleich auch Anbieter betroffen waren, die nicht viel mit Glücksspiel zu tun haben.

Our newsstand/news/magazine app just got removed from sale from the App Store 24 hours after our 3.0 update was approved. Reason given: gambling/fraudulent activity. We publish a magazine — nothing to do with gambling or fraud at all. 😞😢😲😱 https://t.co/ewu3mE5FG5 pic.twitter.com/vaKtLthvkW

— Wojtek Pietrusiewicz (@morid1n) 9. August 2018

Seither ist es nur noch Unternehmen und nicht mehr einzelnen Entwicklern gestattet, Casino- bzw. Gambling-Apps über den App Store anzubieten. Apple wollte auf diese Weise vor allem gegen betrügerische Anbieter vorgehen. Casino-Anbieter dürfte dies aber freuen, da so für mehr Spielerschutz gesorgt wird und zugleich unliebsame Konkurrenz vom Markt verdrängt wird.

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